Autorin
Alles begann,
als ich anfing, mich mit der wunderbaren Welt der Buchstaben zu beschäftigen.
Als ich allmählich begriff, dass sie in der Lage sind, ganze Welten zu erschaffen.
Wie es geschah, dass ich eines Tages (ich war etwa dreizehn) angefangen habe, die Ideen in meinem Kopf (meistens entsetzlich melancholische Geschichten über unglücklich verliebte Mädchen) zu Papier zu bringen, kann ich heute nicht mehr rekonstruieren. Aber es war der Anfang.
Der Anfang meines Traums, Schriftstellerin zu werden. Richtige Bücher zu schreiben. So habe ich das damals genannt. Als ob es auch falsche Bücher gäbe.
Die Vorstellung, vor dem Schaufenster einer Buchhandlung zu stehen und ein Buch mit meinem Namen in der Auslage zu entdecken, war allgegenwärtig und fühlte sich so real an wie der Stift in meiner Hand. Jahrzehntelang existierte dieser Traum. Es war der heimlichste Traum, den ich jemals geträumt habe. Niemandem habe ich davon erzählt. Ich war sicher, dass sie mich auslachen würden. Bücher schreiben, was für eine Verrücktheit...
Ja, vielleicht ist es eine Verrücktheit, das Bücher schreiben. Ein bisschen verrückt muss man ja sein, jede freie Minute und nächtelang einsam am Schreibtisch zu sitzen, um mit Herzblut, Tränen und inneren Kämpfen auf Hunderten von Seiten eine Geschichte zu schreiben, von der man nicht mal weiß, ob irgendein Mensch sich je dafür interessieren wird.
Das kleine Mädchen mit dem großen Traum lebt immer noch in mir. Ab und zu taucht es in meinen Gedanken oder zwischen zwei Herzschlägen auf, wie im Herbst 2022 beim Vertragsabschluss mit Bastei Lübbe für meine beiden neuen Romanprojekte. Mit einem geheimnisvollen Lächeln haben wir uns angesehen, und ich weiß, dass wir exakt dasselbe dachten... :)
Foto: privat
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